Das schwarze Schaf auf Reisen Teil 3 – 15

Rundreise durch Namibia – Erongo

Am heutigen Tag hieß es zeitig aufstehen, da eine Morgenwanderung auf dem Plan stand. Auf dem Gelände der Erongo Wilderness Lodge leben diverse Tiere. Die felsige Landschaft und die Tiere wollten wir in einer Gruppe von sechs Leuten inklusive dem örtlichen Guide erkunden. Dazu hieß es erst einmal früh aufstehen. Treffpunkt war sechs Uhr an der Lodge, um sich mit Hilfe eines Kaffee etwas fit zu machen. Außerdem wurde Ausrüstung für die Wanderung in Form von Trinkflaschen und Ferngläsern gereicht. Dann ging es auch schon los in den Sonnenaufgang.

Das für die Region Erongo namensgebende Erongogebirge ist eine Bergformation vulkanischen Ursprungs. Die Felsen bieten vor allem in der morgendlichen Kombination aus Mond- und Sonnenlicht einige besondere interessante visuelle Effekte:

Auf der Wanderung gab es außerdem diverse Tiere zu beobachten. Den englischen Erläuterungen des Guides zu folgen, war leider nicht ganz so einfach, so dass dem schwarzen Schaf das ein oder andere Detail durchgegangen ist. Nichtsdestotrotzt war das Entdecken und Boabachten der Tiere sehr spannend, wenn auch nicht alle Wildtiere zu einem Fotoshooting bereit waren:

Auf dem Rückweg zur Lodge wurde noch ein nicht ganz so hoher Berg erklommen. Von diesem aus hatte man einen herrlichen Ausblick auf die weitere Umgebung inklusive der Lodge. Der Guide unterstrich den Ausblick mit diversen Anekdoten zu früheren Ereignissen auf der Lodge, während er seine Mitwanderer mit einem kleinen Snack verköstigte:

Nach der Wanderung ging es zurück in die Lodge, wo ein ausgiebiges spätes Frühstück zum Verzehr bereitstand. Dieses war nicht nur umfangreich, sondern auch sehr lecker. Anschließend hieß es der Erholung zu frönen. Dabei gab es auch direkt in der näheren Umgebung der Lodge wieder diverse Tiere bei ihrem mitunter neckigen Treiben zu beobachten, so man diese denn entdeckte:

Am späteren Nachmittag stand dann die zweite Tour des Tages auf dem Programm. Es ging erneut auf eine Sonnenuntergangstour. Dabei stand auch ein Ausflug in die sogenannte Paula-Höhle an. Diese wurde der Legende nach vor vielen Jahrzehnten von einem Schüler einer Lehrerin namens Paula entdeckt, welcher dieser davon berichtete. Die Lehrerin Paula wiederum untersuchte und beschrieb die Höhle und die darin befindlichen Höhlenmalerien näher:

Unterwegs zur Höhle hin und weiter zur Lokation für die Beobachtung des hiesigen Sonnenuntergangs gab es wieder wunderschöne Natur und Wildtiere in Hülle und Fülle zu sehen:

Zu guter Letzt wurde ein kleiner Hügel erklommen und bei Cola, Trockenwurst und Nüssen der Sonnenuntergang genossen. Dabei ergaben sich erfreulicherweise auch wieder interessante persönlichere Gespräche mit dem Guide. Nachdem sich die Sonne verabschiedet hatte, ging es in der immer mehr zunehmenden Dunkelheit zurück zur Lodge, wobei sich auch noch die hiesige Affenbande bei der abendlichen Tollerei zeigte:

Den Abschluss eines wunderbaren Tages im Erongo bildete wieder einmal ein ausgiebiges und köstliches Dinner.

Bis die Tage…Mäh!

Das schwarze Schaf auf Reisen Teil 3 – 14

Rundreise durch Namibia – Über das Kreuzkap ins Landesinnere

Am nächsten Tag hieß es früher aufstehen, da die Weiterreise in die Erongo Wilderness Lodge im Landesinneren von Namibia auf dem Plan stand. Die beschaulichen ca. 240 km wurden dabei relativ kurz entschlossen auf ca. 430 km verlängert, um das Kreuzkap besichtigen zu können. Am Kap selbst gibt es zwei Kreuze zu sehen, welche an die Landung der ersten Europäer an dieser Landspitze erinnnern sollen. Außerdem befindet sich dort das Naturschutzgebiet Robbenreservat Kreuzkap. Die Fahrt zum Kreuzkap selbst führte von Swakopmund über eine relativ passable Asphaltstraße ca. 130 km nach Norden. Angekommen am Kap wurde der übliche Oblolus fällig. Dieser betrug für das schwarze Schaf tatsächlich in nahezu allen Parks, Reservaten etc. 90 namibische Dollar. Allerdings hängt der Gesamtbetrag immer von der Größe des Autos und der Anzahl der mitfahrenden Leute ab. Direkt am Kap bot sich dann ein faszinierendes Bild einer unglaublich großen Anzahl von wild lebenden Robben:viele Robben

Diese hatten sich am frühen Vormittag noch der Plätze, Wege und Stege bemächtigt, welche den menschlichen Besuchern zur Besichtung dienen:Robben Besichtigungsinstallationen

Die Babyrobben sind neugierig und sehen dabei schön knuffig aus:BabyrobbenBabyrobbe und Mama

Die große Anzahl der hier wohnenden Robben kann man sich kaum vorstellen, wenn man sie nicht selbst gesehen hat:Massen

Die robbischen Kollegen tummelten sich überall, auch auf den Stegen, bei welchen sie dann den Ausgang nicht wiederfanden und zwischen den Menschen umherirrten:Ausgang

Das schwarze Schaf möchte an dieser Stelle nicht verhehlen, dass die ganze Zeit ein recht deftiger Geruch über das Kap waberte, was bei der großen Mengen an Tieren aber nicht verwunderlich ist:GeruchKuckuck

Außer den Robben gibt es am Kreuzkap natürlich auch die beiden Steinkreuze zu besichtigen, welche an die Erstanlandung erinnern sollen:Kreuze

Nach einer recht ausgiebigen Begehung des Kapgeländes ging es wieder auf die Straße. Es standen noch ca. 300 Kilometer mit einem ordentlichen Anteil an Schotterstraßen an, so dass es keine Zeit zu vertrödeln gab. Nur wenige Kilometer vom Meer aus ins Landesinnere gefahren, sah das Wetter direkt wieder sonniger aus und außerdem zeigten sich hier weitere tierische Bewohner Namibias:Ziegen

Die weitere Fahrt war relativ entspannt und störungsfrei, so dass am späten Nachmittag die Lodge erreicht wurde. Das besondere an dieser von einem Südafrikaner betriebenen Lodge ist, dass man hier in fest auf Felsen installierten Zelten mit einem relativ offenem „Bad“ wohnt:Zelt

In und auf den Felsen wohnen außerdem die Klippschliefer, welche neue Gäste gern mal neugierig in Augenschein nehmen:Klippschliefer

Der Rest des Nachmittages wurde mit Kaffee, Kuchen und Lektüre in der Lodge verbracht. Mit Beginn der Dämmerung wurde Position im Zelt bezogen, um den hiesigen Sonnenuntergang besser beobachten zu können:Sonnenuntergang

Anschließend und zum Abschluss des Tages gab es ein köstliches Dinner inklusive eines kurzen Gespräches mit dem Lodgebetreiber. Außerdem wurden von einem der Lodgeguides in individuellen Gesprächen die möglichen Ausflüge des nächsten Tages erläutert, welche auf ganz ordentliches Interesse stießen. Danach war Schluss für diesen Tag.

Bis die Tage…Mäh!

Das schwarze Schaf auf Reisen Teil 3 – 13

Rundreise durch Namibia – Swakopmund

Am nächsten Tag schlief das schwarze Schaf erst einmal aus und gönnte sich anschließend ein ausgiebiges und entspanntes Frühstück. Danach ging es zu Fuß auf Entdeckungsreise durch Swakopmund. Dabei konnten viele Hinweise auf die deutsche Vergangenheit von Namibia im Allgemeinen und Swakopmund im Speziellen entdeckt werden:

Altstadthof

02 Brücken Str. 12

Dem nahen Meer mit Strand wurde ebenfalls ein ausgiebiger Besuch abgestattet:

03 Meer

Danach ging es zum sehr interessanten hiesigen Museum und es wurden die dortigen Ausstellungsstücke begutachtet. Es gab Wissenswertes zu den klimatischen Gegebenheiten Namibias, der Tierwelt, der Kolonialzeit inklusive der Schutztruppe, den deutschen Einflüssen und den verschiedenen Völkern des Landes zu entdecken:

04 Blechkoffer

05 Registrierkasse

Am Nachmittag begab sich das schwarze Schaf dann mit dem Toyota auf eine Dosenrunde. Dabei wurde auch der Swakop „durchwatet“. Diesem Fluss verdankt Swakopmund seinen Namen. Allerdings führt er die meiste Zeit im Jahr keinerlei Wasser, weshalb er zu den sogenannten Trockenflüssen gehört:

06 Swakop

Nach der Rückkehr wurde bei einem Nachmittagssnack ein weinig relaxt. Anschließend ging es am Abend noch einmal Richtung Meer, um dort den hiesigen Sonnenuntergang einer Beobachtung zu unterziehen:

07 Sonnenuntergang

Auf dem Rückweg zeigte sich Swakopmund in einem wunderbaren Dämmerungsfarbspiel:

Dämmerung

Zum Abschluss des Tages gab es noch eine Leckerei aus dem Hotelrestaurant und dann endete der Tag auch recht früh, da am nächsten Tag die Weiterreise mit einer ordentlichen Anzahl Autokilometern auf dem Plan stand.

Bis die Tage…Mäh!

Das schwarze Schaf auf Reisen Teil 3 – 12

Rundreise durch Namibia – Walvis Bay

Für den heutigen Tag war ein Ausflug mit dem Katamaran durch die Walfischbucht gebucht. Dazu gehörte erfreulicherweise auch ein Shuttledienst mit Abholung am Hotel in Swakopmund nach Walvis Bay. Nach dem Frühstück konnte deshalb der bereits wartende Bus bestiegen werden. Der Skipper des Botes selbst machte dabei auch den Chauffeur vom Bus, so dass man bereits während des Transfers einen Eindruck von ihm bekommen konnte. Dieser war äußerst positiv und ließ einen sehr angenehmen und amüsanten Ausflug erwarten. Da sich dieser Eindruck während des Ausflugs bestätigte, sei denen, welche mal in Swakopmund oder Walvis Bay sind und einen solchen Ausflug machen wollen, der Anbieter Sun Sail Catamarans wärmstens empfohlen. Angekommen im Hafen von Walvis Bay hieß es erst einmal ein paar namibische Dollar abgeben. Dann ging es zu den Booten. Insgesamt gab es zwei. Die Gäste wurden grob an Hand Ihrer Herkunftsländer aufgeteilt, damit es mit der Verständigung besser klappt. Da der Skipper selbst ein Deutscher ist, landeten die Deutschen sinnvollerweise auf seinem Boot. Direkt nach dem Ablegen ging es direkt mit Erläuterungen zu Stadt, zum Hafen, zur Bucht, den Tieren etc. los. Auch die ersten tierischen Gäste ließen nicht lange auf sich warten, wissen diese doch, dass es hier etwas zu holen gibt:

Pelikan

Vogel

Robbie

Nach diesem ersten kleinen Spektakel ging es weiter raus aus dem Hafen ins offenere Meer. In Walvis Bay gibt es große Austernzuchtanlagen. Austern an sich sind ein nicht ganz so kleiner Geschäftszweig in Namibia. Angeblich schmecken diese Austern auch besonders gut. Auch wenn das schwarze Schaf später noch die Gelegenheit hatte eine Kostprobe davon zu probieren, kann es nicht abschließend beurteilen, ob das stimmt. Erstens fehlen die Vergleichswerte anderer Austern und zweitens schmeckte es halt irgendwie fischig. Muss man wahrscheinlich einfach mögen. Die Aufzuchtanlagen sind jedenfalls recht schlicht. In Hafennähe mittels vielen Fässern arretierte Netze halten die Austern zusammen und dort wachsen und gedeihen sie. Wenn sich das schwarze Schaf richtig erinnert, werden die jungen Austern dabei aus Südamerika importiert, um hier aufgezogen zu werden:

04 Austern

Während der Weiterfahrt machte es sich eine Möwe auf dem Boot bequem und ließ sich eine ganze Zeit lang, sicherlich in der Hoffnung auf Leckereien, über das Wasser chauffieren:

05 Möwe

Bereits im Hafen konnte uns der Skipper mitteilen, dass am Tag vorher erfreulicherweise zwei Buckelwale in der Bucht angekommen sind. Eine Mutter mit ihrem Jungen kreuzte seitdem hin und her. Das war natürlich eine tolle Sache, dazumal die Wale normalerweise zu dieser Jahreszeit nicht in der Gegend sind. Es ging dann also auf die Suche nach den beiden. Es waren einige Boote mit Schaulustigen unterwegs, welche natürlich alle mittels Funk miteinander verbunden waren. Somit war die Chance, dass man die Wale würde sehen können recht groß. Ganz in der Nähe gibt es außerdem eine größere Robbenkolonie, welche später auch noch auf dem Programm stehen sollte. Nun sind Robben mitunter sehr putzige Tiere. Einer dieser Kollegen fing irgendwann an zwischen den nach Walen suchenden Booten herum zu schwimmen und selbst einen auf Wal zu machen:

06 Robbenwal

Der „Robbenwal“ hatte sichtlich Spaß bei seiner Beschäftigung und sorgte für einige Erheiterung. Schließlich tauchte auch der richtige Wal auf. Ein halbwegs gelungener Schnappschuss gibt eine ungefähre Vorstellung von der Imposanz dieser Tiere:

07 Wal

Da diese Tiere immer in Bewegung sind und nicht unbedingt Rücksicht auf die Fotografen und Filmer nehmen, ist das Einfangen auf Speichermedien gar nicht so einfach. Wenn man das mal genauer sehen will, muss man einfach einmal selbst bei einer solchen Tour mitmachen. Irgendwann hatten die Wale genug und zogen von dannen. Die Tour ging dann weiter zur Robbenkolonie. Unterwegs tauchten allerdings noch Delfine auf, welche sich bei hoher Bootsgeschwindigkeit an dieses „anhefteten“, um es zu begleiten:

08 Delfine

Bei der Robbenkolonie angekommen, war ein großes Spektakel zu beobachten. Es hatte den Anschein, als würde eine Art Schulausflug stattfinden. Viele kleinere und größere Robben schwammen um die Boote herum und vollführten allerlei Kunststücke. Es war eine Freude, dieser Veranstaltung beiwohnen zu dürfen:

Robbenkolonie

Nachdem die Robben ausgiebig bestaunt worden sind, kam eine ordentliche Brise auf. Die Segel wurden gesetzt und mit rasanter Fahrt ging es weiter. Dabei wurden einige Leckereien gereicht. So konnte man unter anderem einmal die hiesigen Austern probieren:

Austern

Oder sich einfach nur stärken:

Stärkung

Danach ging es zurück in den Hafen, um den Ausflug ausklingen zu lassen. Unserer tierischen Begleiterin wurde das offensichtlich zu langweilig, denn sie flog nun auf einmal davon:

Möwe fliegt ab

Im Hafen angekommen wurde der Shuttelbus bestiegen und der Skipper fuhr uns wieder nach Swakopmund. Dort verteilte er uns alle wieder in unsere Unterkünfte und so endete dieser tolle Ausflug. Den Rest des Tages verbrachte das schwarze Schaf mit Entspannung und Leckereien vom Zimmerservice.

Bis die Tage…Mäh!

Das schwarze Schaf auf Reisen Teil 3 – 11

Rundreise durch Namibia – Durch die Wüste zum Atlantik

Als nächstes markanteres Ziel stand die circa 370 km entfernte Stadt Swakopmund am atlantischen Ozean auf dem Programm. Um diesen Ritt über die Schotterstraßen der Wüste nicht an einem Tag absolvieren zu müssen, sollte ein Zwischenstopp in der Rostock Ritz Dessert Lodge eingeschoben werden. Da es bis dorthin nur circa 150 km waren, konnte der Tag also etwas ruhiger angegangen werden. Nach dem Frühstück ergab sich erfreulicherweise noch die Gelegenheit Abschied vom Guide vom Vortag zu nehmen. Nachdem alles verstaut war, ging es wieder auf die Piste durch die Wüste. Es dauerte nicht lange, da gelang dem schwarzen Schaf dieser tolle Schnappschuss eines an der Straße entlang spazierenden Gnus:

GnuNach circa 100 km feinster Wüstenschotterpistenfahrerei wurde ein Tank- und Raststopp in Solitaire eingelegt:

SolitaireZuerst wurde der Benzindurst des Toyotas gestillt. Anschließend gab es einen Kaffee für das schwarze Schaf. Zu guter Letzt wurde noch der hiesige Schatz angegangen, welcher von einem gefährlichen Drachen bewacht wurde:

03 DrachenNach einem sehr anstrengendem Kampf konnte das schwarze Schaf dem Drachen die Dose entreißen und so ging es wieder auf die Straße. Am frühen Nachmittag wurde die Wüstenlodge erreicht. Der Name Rostock Ritz hat dabei interessanterweise nichts mit der Stadt in Norddeutschland zu tun, sondern geht auf einen Schreibfehler zurück. Früher hieß die ursprüngliche Farm „Rotstock“, benannt nach dem Gestein der Berge rundherum. Bei der Aufteilung der Farm ging an irgendeiner Stelle das erste T verloren und so kam es zur neuen Benamung:

04 Rostock RitzIn der Lodge gibt es einen Pool, an welchem sich das schwarze Schaf erst einmal ausruhte. Außerdem gibt es eine Auffangstation für Erdmännchen. In Namibia gibt es leider die Unsitte kleine Erdmännchenjunge als Haustiere an Kinder zu verschenken. Da Erdmännchen als Haustiere aber alles andere als geeignet sind, dauert es in der Regel nicht lange bis diese dann wieder abgegeben werden müssen. Hier in der Lodge gibt es dafür zwei liebevoll gestaltete Gehege und eine noch liebevollere Betreuerin, welche diese hegt, pflegt und aufpäppelt. Wenn eine bestimmte Gruppengröße erreicht ist und diese einen guten Eindruck als Gruppe machen, werden sie gemeinsam ausgesetzt, um ihrem eigentlichen Leben frönen zu können. Bis dahin sind sie natürlich auch ein netter Blickfang für die Gäste der Lodge:

05 ErdmännchenNoch interessanter wird es bei der täglichen Raubtierfütterung, bei welcher das schwarze Schaf glücklicherweise einmal beiwohnen konnte:

Erdmännchen FütterungWährend der Fütterung geschah das Unfassbare. Es begann zu regnen:

RegenDas passierte in der ganzen Zeit genau einmal und dann ausgerechnet in der tiefsten Wüste. Allerdings war der Spuk schnell vorbei und noch schneller war alles wieder trocken. Ganz so als ob es nie geschehen wäre.

Auf dem Gelände der Lodge wohnen außerdem ziemlich viele Wildtiere, vor allem Zebras. Diese gilt es mit Wasser zu versorgen, was in dieser Gegend kein leichtes Unterfangen ist. Aber es gelingt.

Am nächsten Tag ging es entspannt weiter die restlichen 220 km in Richtung Swakopmund, unterbrochen lediglich für diverse Schatzsuchereien. Der größte Teil der Strecke war Schotterpiste und die meiste Zeit gab es keine Menschen weit und breit zu sehen. Ganz in der Nähe der Lodge etwas nördlich überfährt man den südlichen Wendekreis. Dort gibt es auch für jede Straßenseite ein Schild, damit man die Stelle auch nicht verpasst:

Südlicher WendekreisNach circa 185 km entspannter Wüstenfahrt bei über 35° Celsius erreichte das schwarze Schaf wieder die Zivilisation. Man kann dabei fast von einem Kulturschock sprechen. Von absoluter Menschenleere kommend, fuhr das schwarze Schaf geführt vom Dosen-GPS zur Düne 7. Hier gibt es ein großes Picknickgelände, einen Quadverleih und natürlich die Düne selbst, wo man hinauf klettern und wieder hinunter rollen, rutschen oder sonst etwas kann. Da das schwarze Schaf nun an einem Samstag hier eintraf, war entsprechend sehr viel los. Dies scheint ein sehr beliebter Ausflugsort für Familien und Cliquen zu sein, welche in Walvis Bay, Swakopmund und Umgebung wohnen:

Düne 7Weiter ging es in Richtung Walvis Bay, um von dort auf der B2 am Meer entlang nach Swakopmund zu fahren. Auf der Straße ging der Kulturschock weiter. Es gab auf einmal Gegenverkehr dicht an dicht und vor und hinter einem Autos ohne Ende. Ganz wie in Deutschland, wenn man nicht gerade in Brandenburg unterwegs ist. 😉 Der nächste Schock war dann ein wetterbedingter. Direkt am Meer sah das Ganze dann nämlich plötzlich, circa 45 Minuten nach obigen Bild fotografiert, so aus:

WetterNach einigen etwas niedriger temperierten Kilometern fuhr das schwarze Schaf in Swakopmund ein. Hier war zumindest die Sonne wieder zurückgekehrt. Beim Suchen des Hansa Hotels im etwas fülligeren Stadtverkehr kamen Heimatgefühle auf. Nach einiger Zeit wurde das Hotel gefunden und erfreulicherweise gab es noch einen freien Parkplatz direkt davor. Nach dem Einchecken wurde erst einmal ausgiebig in der erfreulicherweise vorhandenen Badewanne entspannt. Da drei Übernachtungen geplant waren, sollte zumindest an einem der Tage noch etwas ausgiebigeres unternommen werden, also wurde anschließend hinsichtlich Aktivitäten für den nächsten Tag recherchiert und reserviert. Abends gab es ein ordentliches Mahl im Hotelrestaurant, was der gehobeneren Klasse des Hotels absolut folgte und sehr lecker war. Danach war Schluss für diesen Tag.

Bis die Tage…Mäh!

Das schwarze Schaf auf Reisen Teil 3 – 10

Rundreise durch Namibia – Sesriem Canyon und Sundowner

Nachdem der Besuch im Fish River Canyon nun schon ein paar Tage zurück lag, wurde es mal wieder Zeit für einen Canyon. Deshalb ging es als nächstes zum Sesriem Canyon. Laut Erklärung des Guides hat der Name Sesriem folgende Ursprung: Die früheren Bewohner dieser Gegend holten ihr Wasser aus dem Canyon, wenn dieser Wasser führte. Um das Wasser aus dem Canyon hoch zu holen, nutzten sie Seile, welche sie aus sechs Riemen geflochten hatten. In der Sprache der Bewohner wurde daraus Sesriem. Der Canyon selbst ist natürlich nicht so imposant wie der Fish River Canyon, aber vor allem in Kombination mit den Erklärungen des Guides dennoch sehr beeindruckend:

01 Sesriem Canyon

02 Sesriem CanyonNachdem der Canyon erkundet wurde, ging es mit dem Land Cruiser zurück zur Lodge. Dort gab es einen kleinen Snack und dann wurde erst einmal ausgiebig im Schatten geruht:

03 Ausruhen

Gegen Abend ging es auf eine Sundownertour mit dem Guide. Dabei ging es mit einer äußerst rustikalen Jeepmaschine durch das Farmgelände der Lodge:

04 Jeep

Auf der Fahrt konnten einige der hiesigen Tiere beobachtet werden. Zum Beispiel Springböcke:

05 Springböcke

Gnus:

06 Gnus

Oryxantilopen:

07 Oryxantilopen

Zebras:

08 Zebras

Giraffen:

09 Giraffe

Kurz vor Sonnenuntergang wurde an einer geeigneten Stelle ein Klapptisch mit Stühlen und einigen Snacks aufgebaut. Anschließend konnte der Sonnenuntergang genossen werden:

10 Sonnenuntergang

Die verschiedenen Farbgebungen je nach Stand und Helligkeit der Sonne sind ein absolut faszinierendes Erlebnis und muss man unbedingt einmal live erlebt haben. Mit dem Guide ergaben sich während dieser „Sitzung“ noch einige persönliche Gespräche, wodurch Land und Leute noch besser erschlossen werden konnten. Nachdem die Dunkelheit die Wüste übernommen hatte, ging es zurück zur Lodge. Dort gab es noch ein vorzügliches Dinner und dann endete dieser wundervolle Tag in der namibischen Wüste.

Bis die Tage…Mäh!

Das schwarze Schaf auf Reisen Teil 3 – 9

Rundreise durch Namibia – Sossusvlei

Die erste Nacht in der A Little Sossus Lodge endete bereits 5:15 Uhr und da hatte das schwarze Schaf schon Dank ungeschickter Weckerkonfiguration um einige Minuten verschlafen. Zum Glück war ein zünftiger Tagesausflug mit einem örtlichen Guide geplant und dieser hatte seinen Wecker im Griff, so dass er freundlicherweise das Wecken übernahm. Nach einer sehr schnellen Morgenhygiene ging es noch kurz auf zwei Tassen Kaffee in die Lodge. Anschließend hieß es Aufsitzen auf einen Toyota Land Cruiser und ab auf die Piste in Richtung des ca. 90 km entfernten Sossusvlei. Sossusvlei liegt im Namib-Naukluft-Park, in welchem man bei Sesriem einfährt. Von dort sind es immer noch ca. 65 km, wovon ein Großteil davon inzwischen asphaltiert ist. Das wird touristische Gründe haben, denn namibiauntypisch ist es in dieser Gegend leutemäßig sehr voll. Während der Fahrt durch den Park meldete sich dann auch die Sonne:

01 Sonnenaufgang

Der nahezu immer trockene Fluss Tsauchab führt nach sehr ergiebigen Regenfällen Wasser und versandet am Ende im Sossusvlei. Am Flussbett sieht man dann widerstandsfähige Bäume, welche von dem so extrem selten kommenden Wasser zehren und ein faszinierendes grünes Band mitten in der Wüste bilden:

02 Flusslauf

Das erste touristische Highlight im Sossusvlei ist die Düne 45. Diese heißt deshalb so, weil sie am Kilometer 45 von der Zufahrt zum Park in Richtung Sossusvlei liegt. Hier gibt es einen Parkplatz, Toiletten und ganz viele Touristen, welche die Düne erklimmen. Diese morgendliche sportliche Einlage hat sich das schwarze Schaf natürlich nicht entgehen lassen. Eine Flasche Wasser geschnappt und auf ging es:

03 hoch auf die Düne 45

Hat man die 170 Höhenmeter im schweren roten Sand erklommen, kann man einen durchaus beeindruckenden Blick genießen:

Blick von Düne 45

Nach der Besteigung der Düne 45 ging es weiter zum nächsten interessanten Punkt in diesem Park. Das Deadvlei ist eine Ton-Pfanne mit einer Ansammlung abgestorbener bis zu 500 Jahre alter Bäume. Damals floss der Tsauchab hier entlang und änderte irgendwann seine Richtung, wodurch die Bäume ganz langsam abgestorben sind und nun ein interessantes Bild abgeben. Hier kann man nicht mit dem Auto heranfahren, sondern muss einiges an Weg durch die Wüste zurücklegen, um sich den Anblick zu erarbeiten:

05 Deadvlei

Flankiert wird das Deadvlei von „Big Daddy“, welcher mit 350 m eine der höchsten Sanddünen der Welt ist. Auch diese Düne kann man besteigen, was auch einige Leute taten. Dem schwarzen Schaf war in der Morgensonne inzwischen warm genug, weshalb es sich die Düne lieber vom Deadvlei aus anschaute.

Nachdem das Deadvlei ausgiebig bestaunt wurde, ging es zurück zum Auto und mit diesem weiter zum eigentlichen Sossusvlei-Ende. Dorthin geht es auf den letzten Kilometern durch tieferen Sand und die Befahrung ist nur mit 4×4-Autos erlaubt. Wer keines hat, kann jedoch eines der 4×4-Shuttels nutzen, die rein zufällig dort stehen. Das schwarze Schaf war mit Guide unterwegs, der auch das Fahren übernahm, weshalb die Fahrt durch den Sand völlig stressfrei von statten ging:

06 Durch den Sand

Am Ende angekommen, gab es ein zünftiges Frühstück an deinem der dort aufgestellten Picknicktische im Schatten. Dabei konnte ein Nebeltrinker-Käfer entdeckt und festgehalten werden:

06 Nebeltrinker-Käfer

Dieser Käfer ernährt sich vom Wasser, welches am Morgen auf seinem „kalten“ Panzer kondensiert. Absolut faszinierend, dazumal er damit auch einen der Ausgangspunkte der Nahrungskette für die wenigen in der Wüste überlebenden Tiere darstellt.

Nach der Stärkung ging es mit dem Auto zurück in Richtung Sesriem. Dabei konnten wieder diverse Tiere beobachtet werden, unter anderem ein Schakal:

08

Außerdem konnten noch sehr merkwürdige Kreise besichtigt werden. Davon gibt es hier in der Wüste eine ganze Menge. Warum es diese gibt ist bisher völlig ungeklärt. Vielleicht sind es ja Landeplätze von Ufos. 😉 :

09 Kreis

Anschließend ging es zurück zum Ausgang bei Sesriem. Wie bei allen Parks galt es auch hier wieder ein Ticket zu lösen. Hier erwirbt man dieses innerhalb des Parks in einem Büro, welches von einem Restaurant und einem Andenkenshop flankiert wird, und zeigt es bei der Ausfahrt vor. Der Kontrolleur am Ausgang machte sich recht wichtig und stellte allerlei Fragen. Der Guide war davon etwas genervt, aber am Ende durften wir unbehelligt von dannen ziehen. Es war nun um die Mittagszeit und der Tag noch lange nicht zu Ende.

Bis die Tage…Mäh!